Psychoedukation


Die Grundlage für Veränderungsprozesse bildet das Verstehen und das Verständnis von Hintergründen und damit einhergehend bestimmten Symptomen oder Verhaltensweisen. Daher versuchen wir mit  jedem Jugendlichen und jeder Jugendliche psychoedukativ zu arbeiten, mit dem Ziel Verständnis für eigene als problematisch empfundene Verhaltensweisen zu entwickeln.

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Folge lösen bestimmte traumatische Erfahrungen häufig ähnliche körperliche bzw. hirnorganische und auch psychische Folgen aus, aus denen sich dann unterschiedliche Symptome entwickeln können. Für die Betroffenen ist es oft schon eine Erleichterung zu wissen, dass sie nicht „unnormal“ sind, sondern dass das, was ihnen widerfahren ist, häufig ähnliche Folgen nach sich zieht und das eigentlich „unnormale“ darstellt. Häufig entwickelt sich so ein Verständnis für auch im Alltag schwierig empfundene Verhaltensweisen, da ihnen eine Funktion zugesprochen werden kann. Wichtig im psychoedukativen Bereich ist, dass die Jugendlichen verstehen lernen, dass Probleme aus der Vergangenheit mitgebracht werden, sie jetzt in der Gegenwart oft als Bewältigungsmuster wieder in Erscheinung treten, die in der jetzigen Situation aber oft unangemessen erscheinen.